Das Wort 'höfisch'

 

Das Wort 'höfisch' wird zum ersten Mal in der sogenannten 'Kaiserchronik' (entstanden Mitte des 12. Jahrhunderts und ist die erste großangelegte , in deutschen Reimen verfaßte Chronik, das umfangreichste überlieferte Werk der frühmittelhocheutschen Literatur) erwähnt, nämlich im Zusammenhang mit Ritterspielen und Hoffesten und höfischen Damen.

Höfisch kann, entsprechend dem mittelhochdeutschen Sprachgebrauch, auf die verschiedenen Aspekte des neuen Gesellschaftsideal bezogen werden, als auf den ganzen Bereich der 'höfischen' Kultur. Im Mittelpunkt stand die Figur des 'höfischen' Ritters, der sich 'höfisch' kleidete, sich 'höfischer' Umgangsformen bediente uns eine 'höfische' Gesinnung an den Tag legte. Hier gewinnt das Wort 'höfisch' einen ausgesprochenen Idealcharakter, der besonders hervortritt, wenn von 'höfischer' Liebe als dem zentralen Wert des Gesellschaftsideal und von 'höfischer' Tugendhaftigkeit gesprochen wird.

(wird bearbeitet)

 

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