Die Gewürze

Zimtblüte: Zimtblüte ist die unreife Frucht getrocknete Frucht von Cinamomum cassia, auf Englisch heißt sie cassia buds und Chinesisch guiding, ihr Zimtgeschmack ist sehr angenehm. Sie sieht aus wie eine sehr große Gewürznelke, und in Frankreich ist sie in keinem Feinkostgeschäft zu finden. Man kann statt dessen den normalen Stangenzimt nehmen.

Ingwer: Die frische Wurzel des Ingwers (Zingiber officinale) gibt es heute fast überall zu kaufen, auf jeden Fall in Feinkostgeschäften. Für die mittelalterliche Küche ist allerdings die halb getrocknete Wurzel besser geeignet. Man kann also ein Stück frischen Ingwer trocknen lassen oder sich mit bereits gemahlenem Ingwer behelfen.

Galgant: Dieser aromatische Wurzelstock (Alpinia officinarum), aus China stammend, wird auch oft Garingal genannt. Er findet selten Verwendung, aber in einen Hyppokras gehört er. Er wird oft mit dem Ingwer verwechselt, dem er ähnlich sieht, obwohl er feiner  ist und eine ins Violette gehende Farbe hat. Sein Geschmack ist, was die Schärfe betrifft, dem des Ingwers ähnlich, allerdings nicht so zitronig.

Pfeffer: In mittelalterlichen Texten heißt er manchmal auch runder Pfeffer, um ihn vom langen Pfeffer zu unterscheiden. In der Regel wird schwarzer Pfeffer (Piper nigrum) verwendet. Die Erwähnung von Piper Album in manchen Rezepten meint das, was wir heute weißen Pfeffer nennen, er ist nichts anderes, als das selbe Korn, von seiner Schale befreit.

Langer Pfeffer: Langer Pfeffer ist die Frucht des Piper longum. Er ist zwei bis drei cm lang, hart und schwarz und besteht aus winzigen Körnchen. Er ist äußerst scharf, aber sehr angenehm im Geschmack (mit schwarzem Pfeffer nicht zu vergleichen).

Muskatnuß: Muskatnuß ist das Samenkorn der Myristica fragrans. Frisch gerieben am allerbesten.

Muskatblüte: Die Muskatblüte ist der Samenmantel der Muskatnuß. Sie wird getrocknet und gemahlen verwendet.

Nelken: Die Gewürznelke ist die getrocknete Blütenknospe der Eugenia caryophyllata. Sparsam verwenden.

Malaguettapfeffer: Auch Paradieskörner genannt, kleine schwarze Körner mit weißem Fleisch, die in der Fruchtkapsel des Amomum melegueta. Die Pflanze stammt aus Afrika. Die Körner sind sehr scharf, man bekommt sie nicht gemahlen.

Safran: Safranfäden sind die Blütennarben des Crocus sativus, nicht zu verwechseln mit Saflor. Im Mittelalter wurde Safran auch in Europa, vor allem in Italien angebaut. Allerdings kommt der beste Safran aus Kaschmir oder Nepal.

Kardamom: Kardamomkörner sind zu acht oder zehnt in einer Kapsel eingeschlossen (Amomum cardamomum), Kardamom kann man sowohl ganz als auch gemahlen kaufen.

-->