Kochkunst

"Rüben und Sauerkraut brachte man nicht auf  den Tisch. Wildbret und edler Fisch, gut gewürzt, war für die Herren zubereitet. Es gab da einen Überfluß an Speisen; und dazu tranken die Recken den besten Wein, den es auf Erden gibt." (H. v. Neustadt).

Überall wurde im hohen Mittelalter zwischen Herrenspeise und Bauernspeise unterschieden.

"Mancher Bauer wird grau und alt, der niemals einen Mandelpudding gegessen hat oder Feigen, feinen Fisch und Mandelkerne. Rüben und Sauerkraut aß er gerne, und manchmal hat er sein Haferbrot ebenso genossen wie die Herrschaft das Fleisch von Wild und Haustieren." (H. v. Trimberg).

Aus 'Höfische Kultur' Joachim Bumke

Die Küche des Mittelalters war alles andere als langweilig und nach heutigem Empfinden ziemlich exotisch.

Wir haben im Laufe der Jahre eine Menge historischer Rezepte (zum Teil selbst umgesetzt) nachgekocht, den allergrößten Teil davon in der Küche 'unseres' Hauses im Freilichtmuseum Bad-Sobernheim.

Bisher ist alles gelungen, vom einfachsten Rezept wie 'Hirsebrei' bis zu aufwenigen Rezepten, wie etwa 'Ausgebackene Cremeschnitten' und es gab in der Tat nur ein Gericht, das gar nicht schmeckte 'Hühnchen mit Zimt'...

Aber wie war es denn nun genau mit der historischen (mittelalterlichen) Küche und Kochkunst? Was wurde in der Fastenzeit gekocht und gegessen? Gab es Tischsitten? Was wurde bei einem Fest aufgetischt? Mit diesen Dingen möchten wir uns auf dieser Seite beschäftigen...

 

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