Wer & Warum

Wir beschäftigen uns seit sehr vielen Jahren mit der Darstellung historischer Lebenswirklichkeit. Im Laufe dieser Zeit haben wir uns mit verschiedenen Epochen und Darstellungsmöglichkeiten auseinandergesetzt.

Der Schwerpunkt unserer Darstellung liegt heute in einer musealen, zivilen Darstellung eines Haushaltes im späten Hochmittelalter (1300-1325).Günther von dem Vorste

Museal bedeutet für uns, dass unsere Darstellung in allen Bereichen so historisch korrekt und fundiert sein  muss, wie man es von einem Museum erwartet, aber auch, dass uns daran gelegen ist, anderen Menschen einen Eindruck von der Lebenswirklichkeit, dem Alltag, vor 700 Jahren zu vermitteln. Das betrifft nicht nur die Qualität der Ausrüstung (wie sie in unsere Lex Authentika festgelegt ist), sondern selbstverständlich auch die Sachkenntnis der Darsteller.

Wir haben uns zu einer zivilen Haushaltsdarstellung entschlossen, da dieser Themenkomplex sehr interessant und umfassend ist, enthält er doch alle Bereiche des tägliche Lebens. Militärische Darstellung ist für uns bei weitem nicht so interessant, umfasst sie doch nur einen kleinen Ausschnitt der mittelalterlichen Lebensrealität. Die Vielzahl der Reenactmentgruppen, die sich mit der militärischen Darstellung des Mittelalters beschäftigen erwecken oft den Eindruck, dass Mittelalter wäre eine besonders gewalttätige Zeit gewesen. Ein sicherlich falscher Eindruck.

Wir haben uns für unsere Darstellung das späte Hochmittelalter, genauer das frühe 14. Jahrhundert, ausgesucht, da es sich (wie wir denken) um die Blütezeit des Mittelalters und der feudalen Gesellschaft handelt. Eine Zeit kurz vor dem Umbruch und Beginn des Werteverfalls des Spätmittelalters.
Viele Kulturgüter, die heute mit dem Begriff "Mittelalter" oder "Rittertum" in Verbindung gebracht werden, stammen aus der Zeit um 1300 (z.B. Manessische Liederhandschrift). Trotzdem handelt es sich erstaunlicherweise um eine wenig erforschte Epoche. Finden sich reichlich Quellen und Unterlagen über Leben und Alltag im Früh- und Spätmittelalter, sucht man entsprechende Informationen zum Hochmittelalter häufig vergebens. Das macht es besonders interessant, sich mit dieser Zeit auseinanderzusetzen.

Im Mittelpunkt unserer Darstellung steht die 'höfische' Lebensrealität. Ausschlaggebend dafür ist unser besonderes Interesse an der höfischen Küche & Kochkunst, die mit einer beginnenden Kochbuchliteratur gut belegt ist. Aber auch der kulturell sehr eingeschränkte Rahmen einer 'einfachen' Darstellung hat unsere Entscheidung beeinflusst.

 

Hier noch ein paar Bilder von uns.... (sind schon ein bischen älter, aktuelle Photos gibt's hoffentlich bald). 

   

 

 

 


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